Allgemein bekannte und beliebte Comic Formate

Mit Comic wird ein sequentielle Kunst beschrieben, mit der in einer Bildfolge Geschichten erzählt werden. Dabei haben sich im Laufe der Zeit zahlreiche Formate entwickelt. Unter Format werden in diesem Zusammenhang nur die äußeren Erscheinungsformen verstanden - inhaltliche Aspekte bleiben dabei unberücksichtigt.

Comicstrip: Die ursprünglichste Form des Comics ist der sogenannte Comicstrip (vom englischen strip = Streifen). Ab Mitte des 19. Jahrhunderts erschien er in amerikanischen Sonntagszeitungen als Sunday pages. Diese wöchentlichen Geschichten hatten ein ganzseitiges Format und behandelten eine in sich abgeschlossene Geschichte.

Der erste werktägliche daily strip erschien 1903 im Sportteil der Chicago American. Dieser war deutlich sparsamer im Platzbedarf als die Sunday pages: Er umfasste nur eine Leiste mit drei bis fünf Bildern.
1912 wurde zum ersten Mal eine fortlaufende Serie veröffentlicht, deren Inhalte keine in sich abgeschlossenen Handlungsstränge mehr bildeten. Bis Mitte der 1930er-Jahre blieb der Comicstrips das einzig relvante Comic Format.

Comic Heft: Ein Comic Heft umfassen Geschichten derselben Figuren, auch Comic Figuren aus China, mit fortlaufenden Handlungssträngen. Sie sind eine Weiterentwicklung der daily stripes. Das wohl bekannteste Comic Heft ist die Micky Maus. Das erfolgreichste deutsche Pendant ist Fix und Foxi.

Weitere verwendete Comic Formate

Magazin: Das Magazin umfasst neben fortlaufenden Handlungssträngen auch abgeschlossene Geschichten. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Comic Heft ist die Zusammenfassung verschiedener Autoren und Zeichner.

Album: Das Album führt jeweils eine Geschichte einer Comic-Reihe zusammen, zum Beispiel Prinz Eisenherz. Das Album erscheint meist im DIN-A4-Format.

Taschenbuch: Das Taschenbuchformat wurde in Deutschland ab den 1960er Jahren populär - mit den Lustigen Taschenbüchern von Walt Disney. Es ist vom Aufbau her an das Album angelehnt, durch das kleinere Format jedoch leichter zu lesen. Das Taschenbuch hat sich mittlerweile auch bei den Mangas als dominierendes Format durchgesetzt.

Piccolo: Piccolo-Hefte sind eine besonders kleinformatige Varianten der Comic Hefte. Die kleinen Querformate kann man bequem unter der Schulbank lesen, weshalb sie in den 50er- und 60er-Jahren bei Schülern sehr beliebt waren. Eine der bekanntesten Vertreter dieser Gattung ist Tarzan.